Vecuronium

VecuroniumVecuronium
Vecuronium ist ein mittellang wirkendes nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans aus der Gruppe der Aminosteroide. Es zeichnet sich durch eine gute kardiovaskuläre Stabilität aus.
[Zum Glossareintrag] ist ein mittellang wirkendes nicht-depolarisierendes MuskelrelaxansMuskelrelaxans
Einzelnes Medikament, das die neuromuskuläre Übertragung blockiert und eine vorübergehende Erschlaffung der Skelettmuskulatur bewirkt, z. B. zur Erleichterung der Intubation oder bei großen OPs.
[Zum Glossareintrag] aus der Gruppe der Aminosteroide. Es zeichnet sich durch eine gute kardiovaskuläre Stabilität aus.
Allgemeine Informationen
Wirkstoffname: Vecuronium
Handelsnamen: Norcuron
Wirkstoffklasse: Nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans (Aminosteroid)
Molekularformel: C34H57N3O4
Pharmakologie
PharmakokinetikPharmakokinetik
Pharmakokinetik beschreibt den Weg eines Medikaments durch den Körper: Aufnahme (Absorption), Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung. Diese Prozesse bestimmen Wirkbeginn, Wirkstärke und Wirkdauer.
[Zum Glossareintrag]: Hauptsächlich hepatische Metabolisierung
PharmakodynamikPharmakodynamik
Pharmakodynamik beschreibt, wie ein Medikament im Körper wirkt – also die Beziehung zwischen Wirkstoffkonzentration und pharmakologischer Wirkung. Dazu gehören u. a. Wirksamkeit, Potenz und Nebenwirkungen.
[Zum Glossareintrag]: Kompetitive Hemmung von Acetylcholin am nikotinischen Rezeptor der motorischen Endplatte
Wirkungseintritt: 2-3 Minuten
Wirksamkeitsdauer: 30-40 Minuten
Metabolismus: Hepatisch
Ausscheidung: Biliär und renal
Aussehen
Weißes, kristallines Pulver (nach Rekonstitution: klare, farblose Lösung)
Erhältliche Konzentrationen
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (4 mg, 10 mg)
Anwendungsgebiete
Muskelrelaxation bei chirurgischen Eingriffen
Erleichterung der endotrachealen IntubationIntubation
Intubation bezeichnet das Einführen eines Tubus in die Trachea zur Sicherung der Atemwege. Sie erfolgt meist unter direkter oder videounterstützter Laryngoskopie und ermöglicht kontrollierte Beatmung und Schutz vor Aspiration.
[Zum Glossareintrag]
Dosierung
Erwachsene:
Intubationsdosis: 0,08-0,1 mg/kg Körpergewicht
Nachinjektionen: 0,02-0,03 mg/kg Körpergewicht
Nebenwirkungen
Häufig: Keine signifikanten
Weniger häufig: Leichte Tachykardie
Selten: Allergische Reaktionen
Kontraindikationen
Absolut: Überempfindlichkeit gegen Vecuronium
Relativ: Schwere NierenNieren
Der obere Harntrakt bildet den ersten Abschnitt des menschlichen Harnsystems und umfasst die Nieren sowie die Harnleiter (Ureter). Diese anatomischen Strukturen sind für die Bildung, Konzentrierung und den Transport des Urins verantwortlich. Darüber hinaus übernehmen die Nieren zahlreiche Aufgaben im Rahmen der Homöostase.
[Zum Glossareintrag]- und Leberfunktionsstörungen
Wechselwirkungen
Verstärkung der Wirkung durch InhalationsanästhetikaInhalationsanästhetika
Inhalationsanästhetika wirken auf verschiedene Zielstrukturen im Zentralnervensystem. Sie beeinflussen vermutlich GABA-, Glycin-, Glutamat- und NMDA-Rezeptoren im ZNS. Dies führt zu hypnotischen, analgetischen, muskelrelaxierenden und reflexdämpfenden Effekten.
[Zum Glossareintrag] und Aminoglykoside
Besondere Vorsichtsmaßnahmen
Vorsicht bei Patienten mit Nieren- und Leberfunktionsstörungen
LagerungLagerung
Gezielte Positionierung des Patienten zur Optimierung des OP-Zugangs und zur Vermeidung von Nervenschäden, Druckstellen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Polsterung, Neutralstellung und Hautschutz sind essenziell.
[Zum Glossareintrag]
Bei Raumtemperatur lagern
Missbrauchspotential
Gering
Sonstiges
Vecuronium bietet eine gute kardiovaskuläre Stabilität und wird daher häufig bei Patienten mit Herz-KreislaufKreislauf
Der Kreislauf umfasst Herz und Blutgefäße und dient dem Transport von Sauerstoff, Nährstoffen, CO₂ und Medikamenten. In der Anästhesie stehen hämodynamische Stabilität und Organperfusion im Mittelpunkt.
[Zum Glossareintrag]-Erkrankungen eingesetzt.

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