28. November 2025

Tetracain

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TetracainTetracain
Tetracain ist ein langwirkendes Ester-Lokalanästhetikum, das historisch u. a. für die Spinalanästhesie eingesetzt wurde. Heute wird es eher selektiv, z. B. zur topischen Anästhesie an Auge oder Schleimhäuten, verwendet.
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ist ein potentes LokalanästhetikumLokalanästhetikum
Medikament zur reversiblen Blockade von Natriumkanälen und damit der Nervenleitung. Vertreter: Lidocain, Bupivacain, Ropivacain. Einsatz in Infiltrations-, Leitungs- und Regionalanästhesie.
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vom Estertyp mit langer Wirkdauer. Es wird häufig in der Ophthalmologie und für Oberflächenanästhesien eingesetzt. Tetracain zeichnet sich durch eine hohe Lipidlöslichkeit aus, was zu einer guten Gewebepenetration führt.

Allgemeine Informationen

  • Wirkstoffname: Tetracain
  • Handelsnamen: Pontocain, Dicain
  • Wirkstoffklasse: Lokalanästhetikum vom Estertyp
  • Molekularformel: C15H24N2O2

Pharmakologie

  • PharmakokinetikPharmakokinetik
    Pharmakokinetik beschreibt den Weg eines Medikaments durch den Körper: Aufnahme (Absorption), Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung. Diese Prozesse bestimmen Wirkbeginn, Wirkstärke und Wirkdauer.
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    : Hohe Lipidlöslichkeit, gute Gewebepenetration
  • PharmakodynamikPharmakodynamik
    Pharmakodynamik beschreibt, wie ein Medikament im Körper wirkt – also die Beziehung zwischen Wirkstoffkonzentration und pharmakologischer Wirkung. Dazu gehören u. a. Wirksamkeit, Potenz und Nebenwirkungen.
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    : Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle
  • Wirkmechanismus: Hemmung der Erregungsleitung in Nervenfasern
  • Wirkungseintritt: 5–10 Minuten
  • Wirksamkeitsdauer: 2–3 Stunden
  • Metabolismus: Hydrolytische Spaltung durch Esterasen
  • Ausscheidung: Renal als Metaboliten

Aussehen

  • Weißes, kristallines Pulver

Erhältliche Konzentrationen

  • 0,5%, 1%, 2% Augentropfen
  • 1% Creme oder Gel

Anwendungsgebiete

  • OberflächenanästhesieOberflächenanästhesie
    Bei der Oberflächenanästhesie wird ein Lokalanästhetikum direkt auf Schleimhäute oder die Haut aufgetragen. Es blockiert vorübergehend freie Nervenendigungen ohne Injektion und eignet sich z. B. für Endoskopien, Katheterisierungen oder kleinere zahnärztliche Eingriffe. Die Wirkung bleibt auf die oberflächlichen Schichten begrenzt.
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    der Hornhaut und Bindehaut
  • Schleimhautanästhesie im HNO-Bereich

Dosierung

  • Erwachsene:
    Augentropfen: 1–2 Tropfen
  • Kinder:
    Augentropfen: 1 Tropfen

Nebenwirkungen

  • Häufig: Brennen, Rötung
  • Weniger häufig: Allergische Reaktionen
  • Selten: Methämoglobinämie

Kontraindikationen

  • Absolut: Überempfindlichkeit gegen Tetracain oder andere Esterlokalanästhetika
  • Relativ: Schwere Herzrhythmusstörungen

Wechselwirkungen

  • Verstärkung der Wirkung durch Cholinesterasehemmer
  • Abschwächung der Wirkung durch Barbiturate

Besondere Vorsichtsmaßnahmen

  • Vorsicht bei Patienten mit Pseudocholinesterasemangel
  • Nicht zur Daueranwendung am Auge geeignet

LagerungLagerung
Gezielte Positionierung des Patienten zur Optimierung des OP-Zugangs und zur Vermeidung von Nervenschäden, Druckstellen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Polsterung, Neutralstellung und Hautschutz sind essenziell.
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  • Kühl und lichtgeschützt lagern

Missbrauchspotential

  • Gering

Sonstiges

  • Hohe anästhetische Potenz im Vergleich zu anderen Lokalanästhetika

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