Mepivacain

MepivacainMepivacain
Mittel- bis langwirksames Lokalanästhetikum mit relativ geringer Vasodilatation. Geeignet für Infiltrations-, Leitungs- und Regionalanästhesie.
[Zum Glossareintrag] ist ein lokales Anästhetikum vom Amidtyp mit mittlerer Wirkdauer. Es wird häufig für zahnärztliche Eingriffe und zur InfiltrationsanästhesieInfiltrationsanästhesie
Die Infiltrationsanästhesie ist ein lokalanästhetisches Verfahren, bei dem Lokalanästhetikum schichtweise in das Gewebe rund um das Operationsgebiet injiziert wird. Dadurch werden freie Nervenendigungen blockiert; das Verfahren ist technisch einfach und wird bei kleineren chirurgischen oder zahnärztlichen Eingriffen häufig eingesetzt.
[Zum Glossareintrag] eingesetzt. Mepivacain hat eine gute Gewebepenetration und eine geringere Toxizität im Vergleich zu anderen Amidlokalanästhestika.
Allgemeine Informationen
- Wirkstoffname: Mepivacain
- Handelsnamen: Mepivacaine
- Wirkstoffklasse: LokalanästhetikumLokalanästhetikum
Medikament zur reversiblen Blockade von Natriumkanälen und damit der Nervenleitung. Vertreter: Lidocain, Bupivacain, Ropivacain. Einsatz in Infiltrations-, Leitungs- und Regionalanästhesie.
[Zum Glossareintrag] vom Amidtyp - Molekularformel: C15H22N2O
Pharmakologie
- PharmakokinetikPharmakokinetik
Pharmakokinetik beschreibt den Weg eines Medikaments durch den Körper: Aufnahme (Absorption), Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung. Diese Prozesse bestimmen Wirkbeginn, Wirkstärke und Wirkdauer.
[Zum Glossareintrag]: Gute Gewebepenetration, schnelle Resorption - PharmakodynamikPharmakodynamik
Pharmakodynamik beschreibt, wie ein Medikament im Körper wirkt – also die Beziehung zwischen Wirkstoffkonzentration und pharmakologischer Wirkung. Dazu gehören u. a. Wirksamkeit, Potenz und Nebenwirkungen.
[Zum Glossareintrag]: Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle - Wirkmechanismus: Hemmung der Erregungsleitung in Nervenfasern
- Wirkungseintritt: 5-10 Minuten
- Wirksamkeitsdauer: 90 Minuten
- Metabolismus: Hepatische Metabolisierung
- Ausscheidung: Renal als Metaboliten
Aussehen
- Weißes, kristallines Pulver
Erhältliche Konzentrationen
- 0,25%, 0,5%, 0,75% Injektionslösung
Anwendungsgebiete
- Infiltrationsanästhesie
- LeitungsanästhesieLeitungsanästhesie
Gezielte Blockade eines peripheren Nervs oder Nervenplexus durch Injektion eines Lokalanästhetikums. Ermöglicht analgesie oder Anästhesie eines definierten Areals; wichtig bei extremitätennahen OPs.
[Zum Glossareintrag] - Zahnärztliche Eingriffe
Dosierung
- Erwachsene:
LokalanästhesieLokalanästhesie
Gezielte Blockade der Nervenleitung in einem begrenzten Areal durch Injektion oder Applikation eines Lokalanästhetikums. Bewusstsein bleibt vollständig erhalten; geeignet für kleine Eingriffe.
[Zum Glossareintrag]: 5-7 mg/kg Körpergewicht - Kinder:
Maximaldosis: 6 mg/kg Körpergewicht
Nebenwirkungen
- Häufig: Lokale Reizungen, Schwindel
- Weniger häufig: Allergische Reaktionen
- Selten: Methämoglobinämie
Kontraindikationen
- Absolut: Überempfindlichkeit gegen Mepivacain oder andere Amidlokalanästhetika
- Relativ: Schwere Leberinsuffizienz
Wechselwirkungen
- Verstärkung der Wirkung durch andere Lokalanästhetika
- Abschwächung der Wirkung durch Rifampicin
Besondere Vorsichtsmaßnahmen
- Vorsicht bei Patienten mit Methämoglobinämie
- Regelmäßige ÜberwachungMonitoring
Kontinuierliche Überwachung physiologischer Parameter wie EKG, Blutdruck, SpO₂, Atemfrequenz, Kapnographie und Temperatur während Anästhesie oder Intensivtherapie, um kritische Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
[Zum Glossareintrag] des Blutdrucks während der Anwendung
LagerungLagerung
Gezielte Positionierung des Patienten zur Optimierung des OP-Zugangs und zur Vermeidung von Nervenschäden, Druckstellen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Polsterung, Neutralstellung und Hautschutz sind essenziell.
[Zum Glossareintrag]
- Lichtgeschützt, bei Raumtemperatur

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