Vasopressin
Vasopressin (antidiuretisches Hormon, ADH) wirkt über V1-Rezeptoren vasokonstriktorisch und über V2-Rezeptoren antidiuretisch. Es wird bei refraktärer HypotonieHypotonie
Hypotonie bezeichnet einen pathologisch niedrigen Blutdruck mit Risiko für unzureichende Organperfusion. Unter Anästhesie tritt sie häufig durch Vasodilatation, Blutverlust oder Medikamentenwirkung auf und wird mit Volumen, Vasopressoren oder Anpassung der Anästhesietiefe behandelt.
[Zum Glossareintrag], z. B. im septischen SchockSchock
Ein Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand kritischer Gewebeminderperfusion, meist durch absoluten oder relativen Volumenmangel bzw. Pumpversagen. Folgen sind Zellschädigung, Laktatazidose und Organversagen. Therapie: rasche Volumengabe, Katecholamine und Beseitigung der Ursache.
[Zum Glossareintrag] oder beim VasoplegiesyndromVasoplegiesyndrom
Das Vasoplegiesyndrom ist ein schwerer vasodilatatorischer Schock mit stark erniedrigtem systemischem Gefäßwiderstand (SVR) trotz ausreichendem Volumen. Es tritt z. B. nach Herzchirurgie oder bei Sepsis auf und wird mit hochdosierten Vasopressoren, ggf. zusätzlich Vasopressin, behandelt.
[Zum Glossareintrag], eingesetzt und hat keine direkte positiv inotrope Wirkung.
