Residualcurarisierung
Residualcurarisierung bezeichnet eine unvollständige Rückbildung der neuromuskulären Blockade nach MuskelrelaxanzienMuskelrelaxanzien
Gruppe von Medikamenten, die die neuromuskuläre Erregungsübertragung blockieren, um eine Erschlaffung der Skelettmuskulatur zu erzielen. Unterteilt in depolarisierende (z. B. Succinylcholin) und nicht-depolarisierende Substanzen (z. B. Rocuronium).
[Zum Glossareintrag]. Sie äußert sich in Muskelschwäche und erhöhtem Risiko für Ateminsuffizienz oder HypoxieHypoxie
Hypoxie beschreibt einen Sauerstoffmangel im Gewebe, der trotz normaler oder erniedrigter Blutwerte auftreten kann. Sie gefährdet besonders Gehirn, Herz und Niere und zeigt sich klinisch unter anderem durch Unruhe, Tachykardie und Bewusstseinsstörungen.
[Zum Glossareintrag] im AufwachraumAufwachraum
Der Aufwachraum ist der Bereich, in dem Patienten nach Anästhesie und Operation überwacht werden, bis sie wieder ausreichend stabil sind. Hier werden Atmung, Kreislauf, Schmerzen, Übelkeit und Wundverhältnisse kontrolliert und bei Bedarf behandelt, bevor der Patient auf Station zurückkehrt.
[Zum Glossareintrag]. RelaxometrieRelaxometrie
Die Relaxometrie misst die neuromuskuläre Übertragung und dient der Steuerung von Muskelrelaxanzien. Häufig wird der Train-of-Four (TOF) verwendet, bei dem die Antwort des Muskels auf vier schnelle elektrische Stimuli beurteilt wird. So lassen sich Tiefe und Rückbildung der Blockade objektiv einschätzen.
[Zum Glossareintrag] und ggf. Antagonisierung (z. B. mit SugammadexSugammadex
Sugammadex ist ein spezifisches Antidot für nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien vom Aminosteroid-Typ (z. B. Rocuronium, Vecuronium). Es kapselt das Relaxans im Plasma und ermöglicht eine rasche und zuverlässige Aufhebung der neuromuskulären Blockade.
[Zum Glossareintrag] oder NeostigminNeostigmin
Indirektes Parasympathomimetikum und Acetylcholinesterase-Hemmer zur Antagonisierung nicht-depolarisierender Muskelrelaxanzien. Wird meist mit einem Anticholinergikum kombiniert, um muskarinische Nebenwirkungen (Bradykardie, Sekretanstieg) zu begrenzen.
[Zum Glossareintrag]) sind entscheidend.
