Rapid Sequence Induction (RSI)

Die Rapid Sequence Induction (RSI) ist eine NarkoseeinleitungNarkoseeinleitung
Phase, in der durch Gabe von Anästhetika der Narkosezustand hergestellt wird. Meist intravenös (z. B. Propofol) oder inhalativ, kombiniert mit Analgetikum und ggf. Muskelrelaxans.
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mit besonderem Aspirationsschutz. Sie umfasst vollständige PräoxygenierungPräoxygenierung
Bei der Präoxygenierung atmet der Patient vor Narkoseeinleitung einige Minuten O₂-reiches Atemgas (meist 100 % Sauerstoff) über eine Dichtsitzende Maske. Dadurch werden die Sauerstoffreserven erhöht und die sichere Apnoezeit verlängert.
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, schnelle GabeGabe
Unter Gabe versteht man die Verabreichung eines Medikaments über einen definierten Applikationsweg wie oral, intravenös, intramuskulär oder rektal. Sie erfolgt nach klaren Dosierungsrichtlinien und ist zentraler Bestandteil sicherer medikamentöser Therapie.
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der Einleitungsmedikamente ohne Maskenbeatmung, sofortige IntubationIntubation
Intubation bezeichnet das Einführen eines Tubus in die Trachea zur Sicherung der Atemwege. Sie erfolgt meist unter direkter oder videounterstützter Laryngoskopie und ermöglicht kontrollierte Beatmung und Schutz vor Aspiration.
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und ggf. Krikoiddruck, um das AspirationsrisikoAspirationsrisiko
Das Aspirationsrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass Mageninhalt oder andere Flüssigkeiten in die Lunge gelangen. Es wird durch Faktoren wie nicht eingehaltene Nüchternheit, Reflux, Ileus oder Schwangerschaft erhöht und beeinflusst die Wahl des Narkoseverfahrens und der Atemwegssicherung (z. B. rapid sequence induction).
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bei nicht nüchternen Patienten zu reduzieren.