Hypoventilation

Hypoventilation ist eine unzureichende alveoläre VentilationVentilation
Ventilation bezeichnet die Belüftung der Lunge, entweder spontan oder maschinell über ein Beatmungsgerät. Sie stellt den Gasaustausch sicher und ist zentrales Element der Anästhesie und Intensivmedizin.
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, bei der die CO₂‑Elimination vermindert ist. Sie führt typischerweise zu HyperkapnieHyperkapnie
Hyperkapnie bezeichnet einen erhöhten CO₂‑Gehalt im arteriellen Blut, meist bedingt durch Hypoventilation. Sie führt zu respiratorischer Azidose, Bewusstseinsveränderungen und Kreislaufbelastung und muss durch Anpassung der Ventilation behandelt werden.
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und respiratorischer AzidoseAzidose
Azidose bezeichnet eine Absenkung des Blut-pH-Werts unter den Normbereich und kann respiratorische (CO₂-Anstieg) oder metabolische Ursachen (z. B. Laktatanstieg) haben. Sie beeinträchtigt Herzfunktion, Gefäßtonus und Medikamentenwirkung und muss im perioperativen Setting durch Behandlung der Ursache und ggf. Pufferung adressiert werden.
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und tritt unter SedierungSedierung
Sedierung bezeichnet die medikamentöse Dämpfung des zentralen Nervensystems, bei der der Patient beruhigt ist, aber je nach Tiefe ansprechbar bleiben kann. Ziele sind Angst- und Stressreduktion sowie bessere Toleranz von Eingriffen. Sie erfordert angepasstes Monitoring und Airway-Management.
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, Opioidgabe oder bei Atemmuskelschwäche auf.