Hypotonie nach Spinalanästhesie
Nach SpinalanästhesieIntrathekalblockade
Die Intrathekalblockade ist die Injektion eines Lokalanästhetikums in den Subarachnoidalraum mit direktem Kontakt zum Liquor. Sie führt zu einer schnellen und dichten Blockade sensibler und motorischer Nerven und entspricht der klassischen Spinalanästhesie mit begrenzter Wirkdauer.
[Zum Glossareintrag] kann durch Sympathikusblockade eine ausgeprägte HypotonieHypotonie
Hypotonie bezeichnet einen pathologisch niedrigen Blutdruck mit Risiko für unzureichende Organperfusion. Unter Anästhesie tritt sie häufig durch Vasodilatation, Blutverlust oder Medikamentenwirkung auf und wird mit Volumen, Vasopressoren oder Anpassung der Anästhesietiefe behandelt.
[Zum Glossareintrag] mit Bradykardie auftreten. Prophylaxe und Therapie bestehen in Volumengabe, VasopressorenVasopressoren
Vasopressoren sind kreislaufaktive Medikamente, die über Vasokonstriktion den Blutdruck steigern. Typische Vertreter sind Noradrenalin, Adrenalin und Phenylephrin. Sie werden zur Behandlung von Hypotonie, z. B. nach Spinalanästhesie oder bei septischem Schock, eingesetzt und erfordern engmaschiges Monitoring.
[Zum Glossareintrag] und gegebenenfalls Anpassung der LagerungLagerung
Gezielte Positionierung des Patienten zur Optimierung des OP-Zugangs und zur Vermeidung von Nervenschäden, Druckstellen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Polsterung, Neutralstellung und Hautschutz sind essenziell.
[Zum Glossareintrag], etwa Beine hoch oder Linksseitenlage in der Geburtshilfe.
