Heparinisierung vor Bypass

Vor Anschluss an die Herz‑Lungen‑Maschine wird durch hochdosierte Heparingabe eine starke AntikoagulationAntikoagulation
Antikoagulation bezeichnet die medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung mit z. B. Heparin, Cumarinen oder direkten oralen Antikoagulanzien. Sie ist für die Anästhesie besonders relevant, da sie das Blutungsrisiko erhöht und Einfluss auf Regionalanästhesie, OP-Planung und Bridging-Therapien hat.
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erzielt, um Thromben im extrakorporalen KreislaufKreislauf
Der Kreislauf umfasst Herz und Blutgefäße und dient dem Transport von Sauerstoff, Nährstoffen, CO₂ und Medikamenten. In der Anästhesie stehen hämodynamische Stabilität und Organperfusion im Mittelpunkt.
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zu verhindern. Die Wirksamkeit wird mit der ACT überwacht und nach Beendigung des Bypasses durch ProtaminProtamin
Protamin ist ein basisches Protein, das die Wirkung von Heparin neutralisiert. Es wird bei Überdosierung oder zur Umkehr der Antikoagulation nach Operationen eingesetzt. Es wirkt innerhalb von Minuten und sollte langsam infundiert werden, da es allergische Reaktionen und Hypotonie auslösen kann.
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wieder aufgehoben.