Antagonisierung von Opioiden
Die Antagonisierung von Opioiden erfolgt meist mit NaloxonNaloxon
Kompetitiver Opioidantagonist zur Aufhebung der Opioidwirkung, insbesondere bei Atemdepression und Überdosierung. Wirkt rasch, hat eine kurze Halbwertszeit und muss ggf. wiederholt gegeben oder als Dauerinfusion verabreicht werden. Hebt sowohl analgetische als auch unerwünschte Opioideffekte auf.
[Zum Glossareintrag], das kompetitiv an Opioidrezeptoren bindet und so AtemdepressionAtemdepression
Atemdepression bezeichnet eine durch zentrale oder periphere Ursachen reduzierte Atemtätigkeit mit Hypoventilation. Häufig ist sie medikamentös bedingt, etwa durch Opioide, Benzodiazepine oder Anästhetika, und erfordert je nach Ausprägung Sauerstoffgabe, Stimulationsmaßnahmen oder medikamentöse Antagonisierung.
[Zum Glossareintrag] und SedierungSedierung
Sedierung bezeichnet die medikamentöse Dämpfung des zentralen Nervensystems, bei der der Patient beruhigt ist, aber je nach Tiefe ansprechbar bleiben kann. Ziele sind Angst- und Stressreduktion sowie bessere Toleranz von Eingriffen. Sie erfordert angepasstes Monitoring und Airway-Management.
[Zum Glossareintrag] aufheben kann. Aufgrund der kürzeren Wirkdauer von Naloxon im Vergleich zu vielen Opioiden sind engmaschige ÜberwachungMonitoring
Kontinuierliche Überwachung physiologischer Parameter wie EKG, Blutdruck, SpO₂, Atemfrequenz, Kapnographie und Temperatur während Anästhesie oder Intensivtherapie, um kritische Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
[Zum Glossareintrag] und ggf. wiederholte Gaben notwendig.
