Adipöser Patient
Bei adipösen Patienten bestehen Besonderheiten in AtemwegsmanagementAtemwegsmanagement
Atemwegsmanagement umfasst alle Maßnahmen zur Sicherung und Aufrechterhaltung eines freien und suffizienten Atemwegs, von einfachen Lagerungs- und Maskentechniken bis zur endotrachealen Intubation oder invasiven Notfallzugängen. Es ist eine Kernkompetenz der Anästhesie und entscheidend für die Patientensicherheit.
[Zum Glossareintrag], LagerungLagerung
Gezielte Positionierung des Patienten zur Optimierung des OP-Zugangs und zur Vermeidung von Nervenschäden, Druckstellen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Polsterung, Neutralstellung und Hautschutz sind essenziell.
[Zum Glossareintrag], KreislaufKreislauf
Der Kreislauf umfasst Herz und Blutgefäße und dient dem Transport von Sauerstoff, Nährstoffen, CO₂ und Medikamenten. In der Anästhesie stehen hämodynamische Stabilität und Organperfusion im Mittelpunkt.
[Zum Glossareintrag] und PharmakokinetikPharmakokinetik
Pharmakokinetik beschreibt den Weg eines Medikaments durch den Körper: Aufnahme (Absorption), Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung. Diese Prozesse bestimmen Wirkbeginn, Wirkstärke und Wirkdauer.
[Zum Glossareintrag]. Sie haben ein erhöhtes Risiko für schwierige IntubationIntubation
Intubation bezeichnet das Einführen eines Tubus in die Trachea zur Sicherung der Atemwege. Sie erfolgt meist unter direkter oder videounterstützter Laryngoskopie und ermöglicht kontrollierte Beatmung und Schutz vor Aspiration.
[Zum Glossareintrag], HypoventilationHypoventilation
Hypoventilation ist eine unzureichende alveoläre Ventilation, bei der die CO₂‑Elimination vermindert ist. Sie führt typischerweise zu Hyperkapnie und respiratorischer Azidose und tritt unter Sedierung, Opioidgabe oder bei Atemmuskelschwäche auf.
[Zum Glossareintrag], Thrombosen und perioperative Komplikationen; PEEPPEEP
PEEP ist ein zusätzlicher Druck am Ende der Exspiration, der das vollständige Kollabieren der Alveolen verhindert und so den Gasaustausch verbessert. Er ist ein zentrales Einstellelement bei der Beatmung und muss individuell an Lunge und Kreislaufsituation angepasst werden.
[Zum Glossareintrag], gründliche PräoxygenierungPräoxygenierung
Bei der Präoxygenierung atmet der Patient vor Narkoseeinleitung einige Minuten O₂-reiches Atemgas (meist 100 % Sauerstoff) über eine Dichtsitzende Maske. Dadurch werden die Sauerstoffreserven erhöht und die sichere Apnoezeit verlängert.
[Zum Glossareintrag] sowie ThromboseThrombose
Eine Thrombose ist die Bildung eines Blutgerinnsels in einem Gefäß, meist in tiefen Beinvenen. Sie wird begünstigt durch Immobilisation, Operationen oder Tumorerkrankungen. Prophylaxe mit Heparin, Kompressionsstrümpfen und Frühmobilisation ist perioperativ essenziell.
[Zum Glossareintrag]- und Lagerungsprophylaxe sind besonders wichtig.
