22. Dezember 2024

Cisatracurium

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CisatracuriumCisatracurium
Cisatracurium ist ein nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans, das organunabhängig über Hofmann-Elimination abgebaut wird. Es eignet sich bei Leber- oder Niereninsuffizienz.
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ist ein Isomer von AtracuriumAtracurium
Atracurium ist ein nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans mittlerer Wirkdauer, das überwiegend organunabhängig über Hofmann-Elimination abgebaut wird. Es eignet sich daher auch bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, kann jedoch Histaminfreisetzung mit Blutdruckabfall verursachen.
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und gehört ebenfalls zur Gruppe der Benzylisochinoline. Es zeichnet sich durch eine geringere Histaminfreisetzung und niedrigere Laudanosinbildung aus.

Allgemeine Informationen

Wirkstoffname: Cisatracurium
Handelsnamen: NimbexCisatracurium
Cisatracurium ist ein nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans, das organunabhängig über Hofmann-Elimination abgebaut wird. Es eignet sich bei Leber- oder Niereninsuffizienz.
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Wirkstoffklasse: Nicht-depolarisierendes MuskelrelaxansMuskelrelaxans
Einzelnes Medikament, das die neuromuskuläre Übertragung blockiert und eine vorübergehende Erschlaffung der Skelettmuskulatur bewirkt, z. B. zur Erleichterung der Intubation oder bei großen OPs.
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(Benzylisochinolin)
Molekularformel: C53H72N2O12

Pharmakologie

PharmakokinetikPharmakokinetik
Pharmakokinetik beschreibt den Weg eines Medikaments durch den Körper: Aufnahme (Absorption), Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung. Diese Prozesse bestimmen Wirkbeginn, Wirkstärke und Wirkdauer.
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:
 Organunabhängiger Abbau durch Hofmann-Elimination
PharmakodynamikPharmakodynamik
Pharmakodynamik beschreibt, wie ein Medikament im Körper wirkt – also die Beziehung zwischen Wirkstoffkonzentration und pharmakologischer Wirkung. Dazu gehören u. a. Wirksamkeit, Potenz und Nebenwirkungen.
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:
 Kompetitive Hemmung von Acetylcholin am nikotinischen Rezeptor der motorischen Endplatte
Wirkungseintritt: 2-5 Minuten
Wirksamkeitsdauer: 30-45 Minuten
Metabolismus: Hauptsächlich durch Hofmann-Elimination
Ausscheidung: Renal und biliär

Aussehen

Klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung

Erhältliche Konzentrationen

2 mg/ml, 5 mg/ml Injektionslösung

Anwendungsgebiete

Muskelrelaxation während chirurgischer Eingriffe
Erleichterung der endotrachealen IntubationIntubation
Intubation bezeichnet das Einführen eines Tubus in die Trachea zur Sicherung der Atemwege. Sie erfolgt meist unter direkter oder videounterstützter Laryngoskopie und ermöglicht kontrollierte Beatmung und Schutz vor Aspiration.
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Langzeitmuskelrelaxation auf Intensivstationen

Dosierung

Erwachsene und Kinder über 1 Monat:
Intubationsdosis: 0,15-0,2 mg/kg Körpergewicht
Nachinjektionen: 0,03 mg/kg Körpergewicht alle 20 Minuten

Nebenwirkungen

Häufig: Keine signifikante Histaminfreisetzung beobachtet
Weniger häufig: HypotonieHypotonie
Hypotonie bezeichnet einen pathologisch niedrigen Blutdruck mit Risiko für unzureichende Organperfusion. Unter Anästhesie tritt sie häufig durch Vasodilatation, Blutverlust oder Medikamentenwirkung auf und wird mit Volumen, Vasopressoren oder Anpassung der Anästhesietiefe behandelt.
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, Hautrötungen
Selten: Anaphylaktische Reaktionen

Kontraindikationen

Absolut: Überempfindlichkeit gegen Cisatracurium oder Benzylisochinoline

Wechselwirkungen

Verstärkung der Wirkung durch InhalationsanästhetikaInhalationsanästhetika
Inhalationsanästhetika wirken auf verschiedene Zielstrukturen im Zentralnervensystem. Sie beeinflussen vermutlich GABA-, Glycin-, Glutamat- und NMDA-Rezeptoren im ZNS. Dies führt zu hypnotischen, analgetischen, muskelrelaxierenden und reflexdämpfenden Effekten.
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und Aminoglykoside

Besondere Vorsichtsmaßnahmen

Gut geeignet für Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz aufgrund des organunabhängigen Abbaus

LagerungLagerung
Gezielte Positionierung des Patienten zur Optimierung des OP-Zugangs und zur Vermeidung von Nervenschäden, Druckstellen, Atem- oder Kreislaufproblemen. Polsterung, Neutralstellung und Hautschutz sind essenziell.
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Gekühlt bei 2-8 °C lagern und vor Licht schützen

Missbrauchspotential

Gering

Sonstiges

Cisatracurium hat im Vergleich zu Atracurium eine geringere Histaminfreisetzung und ist daher besser verträglich.

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