7. August 2025

ATA – Geschichte eines jungen Berufes

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Die Geschichte des Berufes Anästhesietechnischer Assistent (ATA) ist eng mit der Entwicklung des Gesundheitswesens und den sich wandelnden Anforderungen in der AnästhesieKreissystem
Im Anästhesiekreissystem wird das Atemgas rückgeführt, gefiltert und mit frischem Gas ergänzt. Es ermöglicht effiziente Inhalationsanästhesie, CO₂-Elimination über den Kalkabsorber und Einstellung der Narkosegase.
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Entstehung des Berufsbildes

Der Beruf des Anästhesietechnischen Assistenten ist relativ jung und entstand als Reaktion auf verschiedene Herausforderungen im Gesundheitssystem:

  • In den 1980er und 1990er Jahren kam es zu Kürzungen der Ausbildungsplätze in der Krankenpflege.
  • Die Bewerberzahlen für die Krankenpflegeausbildung gingen zurück.
  • Während der Krankenpflegeausbildung wurde die Anästhesieabteilung nur noch selten kennengelernt.

Diese Faktoren führten zu einem Fachkräftemangel in der Anästhesie. Um weiterhin eine qualifizierte Arbeit in diesem Bereich gewährleisten zu können, entstand die Idee einer anästhesiespezifischen Ausbildung, unabhängig von der Krankenpflegeausbildung.

Pilotprojekt und erste Ausbildungsgänge

Das Pilotprojekt für die ATA-Ausbildung wurde zunächst nach den Ausbildungsrichtlinien der ATA-Schule am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main konzipiert. Die erste Schule, die diesen Schritt praktisch umsetzte, war jedoch das Martin-Luther-Universitätsklinikum in Halle (Saale).

Im September 2004 startete der erste ATA-Ausbildungsgang an der Universitätsmedizin Halle. Bereits im darauffolgenden Jahr, 2005, eröffnete das Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main den ersten ATA-Lehrgang.

Entwicklung und Etablierung

Seit seiner Einführung hat sich das Berufsbild des ATA kontinuierlich weiterentwickelt und etabliert:

  • 2005: Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft ATA (BAG ATA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
  • 2011: Die DKG veröffentlicht die erste „Empfehlung zur Ausbildung und Prüfung von Operationstechnischen und Anästhesietechnischen Assistentinnen/Assistenten“ (OTA/ATA).
  • 2014: Novellierung der Ausbildungsempfehlung durch die DKG.
  • 2016: Aus der BAG ATA geht der Deutsche Bundesverband der Schulen für Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten (DBVSA e.V.) hervor.

Staatliche Anerkennung

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des ATA-Berufes war die staatliche Anerkennung:

  • Seit dem 1. Januar 2022 ist der Beruf des Anästhesietechnischen Assistenten in Deutschland staatlich anerkannt.
  • Diese Anerkennung führte zu einer bundesweit einheitlichen Regelung der Ausbildung.

Berufsverbände und Interessenvertretung

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Organisationen zur Vertretung der Interessen von ATAs gebildet:

  • Am 29. März 2014 wurde der Deutsche Berufsverband für Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten (DBOTA) gegründet.
  • Am 24. August 2019 wurde die Aufnahme von Anästhesietechnischen Assistentinnen und Assistenten in den Verband beschlossen.
  • Am 23. Januar 2021 erfolgte die Umbenennung in „Deutscher Berufsverband Anästhesietechnischer & Operationstechnischer Assistenz“.

Ausblick

Die Geschichte des ATA-Berufes zeigt eine kontinuierliche Entwicklung und Professionalisierung. Mit der staatlichen Anerkennung und der einheitlichen Regelung der Ausbildung hat der Beruf einen wichtigen Schritt in Richtung Etablierung und Anerkennung gemacht. Die Zukunft wird zeigen, wie sich das Berufsbild weiter entwickeln und an die sich ändernden Anforderungen im Gesundheitswesen anpassen wird.

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